Stromerzeugung am Campus
Südtirols Klimaplan sieht einen massiven Ausbau der Photovoltaik-Kapazitäten um 400 MW bis 2030 vor. Die Freie Universität Bozen hat ihren Beitrag dazu in Kürze erbracht. Sobald in den kommenden Wochen die Arbeiten am Campus Bozen Zentrum abgeschlossen werden, sind sämtliche Dächer der drei Universitätsstandorte in Bozen und Brixen mit Photovoltaikpaneelen bestückt. Auf dem Gebäude der neuen Fakultät für Ingenieurwesen am Campus NOI Techpark wurde bereits im Zuge der Bauarbeiten von der NOI AG eine Anlage installiert und an die Universität vermietet. In den vergangen zwei Jahren folgten die Dächer am Campus Brixen und Bozen Zentrum, wo auf insgesamt 3.210 Quadratmetern Solarpaneele montiert wurden.
Die Photovoltaikanlagen sind Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Freien Universität Bozen und wurden vom Universitätsrat als strategisches Ziel definiert. „Der Energiebedarf unserer Universität ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – vor allem durch den Ausbau unserer Labore auf insgesamt 86 und den verstärkten Einsatz von künstlicher Intelligenz“, sagt Generaldirektor Günther Mathà. „Umso wichtiger ist es, einen Teil dieses Bedarfs künftig aus erneuerbaren Energiequellen decken zu können.“
„Mit einer Maximalleistung von 740 Kilowatt-Peak hoffen wir, künftig rund 20 Prozent unseres Strombedarfs aus eigener Produktion decken zu können“, sagt Projektmanager Heinrich Oberrauch. Er hat das Vorhaben gemeinsam mit dem Leiter des Facility Managements der unibz, Roman Schwienbacher, umgesetzt.
Mit der selbst produzierten Energie werden nicht zuletzt die Elektroautos der Universität aufgeladen. Auch Angestellte der unibz können E-Fahrzeuge in den Tiefgaragen gegen eine moderate Selbstkostengebühr aufladen.
Persone nell’articolo: Günther Mathà, Heinrich Oberrauch, Roman Schwienbacher