unibz beteiligt sich am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen
Von Redaktion
In der Installation Aftertouch Vol.1 hat die Künstlerin und unibz-Absolventin Grete von Glashagen drei reale Geschichten über Sex, Machtmissbrauch und Grenzüberschreitung in einer eindringlichen multimedialen Arbeit aufgearbeitet. In einer Multikanal-Videoinstallation wird der Frage nachgespürt, wie weibliche Sexualität durch verinnerlichte und äußere Machtstrukturen geprägt wird. Durch stroboskopische Projektionen in einem abgedunkelten Raum, Techno-Musik und überlagertes gesprochenes Wort erzeugt das Stück eine bizarre Spannung zwischen aufgeregter Erwartung, Reizüberflutung und lähmendem Schrecken. Eröffnet wird die Installation, die als Abschlussarbeit von den Professorinnen Eva Leitolf und Shona Kitchen betreut wurde, am 24. November um 17.30 Uhr im White Cube (C0.01) im Erdgeschoss des Campus Bozen-Zentrum.
Um Ursachenanalyse, Prävention und Lösungsmodelle geht es dagegen am 28. November von 14.30 bis 16.30 Uhr im Raum F6 bei einem Expert:innen-Talk, der von Prof.in Laura Valle und Filippo Paltrinieri vom Beirat für Chancengleichheit der unibz organisiert wird. Prof. Tanja Mimmo, Prorektorin für Forschung und Innovation der Universität Bozen, wird die offiziellen Grußworte der Universität sprechen. In Vorträgen werden psychosoziale Folgen von Gewalt, erfolgreiche Präventionsstrategien und Gegenmaßnahmen, neue strafrechtliche Entwicklungen zu geschlechtsspezifischer Gewalt sowie das Phänomen der finanziellen Gewalt beleuchtet. Die wissenschaftlichen Inputs dazu kommen von den Forscher:innen Alberto Amadori und Giulia Prestera von der unibz sowie von Gian Marco Caletti von der Universität Bologna. Sprechen werden weiters die Präsidentin der Global Thinking Foundation und Co-Präsidentin des Women7/G7 Italia Claudia Segre sowie die Präsidentin des Landesbeirates für Chancengleichheit Ulrike Oberhammer, die Gewaltpräventionsmaßnahmen im Gleichstellungsaktionsplan vorstellt.
Ein Runder Tisch bietet schließlich Raum für Austausch und Diskussion. Neben den Vortragenden nehmen daran teil: Prof. Stefania Baroncelli, ordentliche Professorin für Öffentliches Recht an der Freien Universität Bozen und ehemalige Vizepräsidentin der Kommission für Chancengleichheit der Gemeinde Bozen, die Anwältin Silvia Basile, Präsidentin des Beirats für Chancengleichheit der Rechtsanwaltskammer Bozen, Jessica Trentin, Vorstandsmitglied der Psychologenkammer der Provinz Bozen und Referentin des Beirats für Chancengleichheit der nationalen Psychologenkammer, sowie Nadia Mazzardis, Vizepräsidentin des Landesbeirats für Chancengleichheit.
Beide Initiativen stehen allen Interessierten offen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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