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Freie Universität Bozen

Quantenphysik trifft Theater: „MQ-QM“ im Astra Brixen

Was passiert, wenn die vertrauten Regeln der Wirklichkeit plötzlich nicht mehr gelten? Am Donnerstag, 1. Oktober, bringt die unibz die Quantenmechanik auf die Bühne des Astra in Brixen.

Von Redaktion

„MQ-QM“ nähert sich der Quantenmechanik auf unterhaltsame und verständliche Weise. Foto: Pixabay

Ein Physikprofessor trifft auf eine Agentin, die von der Königin des Reiches der festen Regeln entsandt wurde, um die Welt vor dem Chaos zu bewahren. Mit dieser ungewöhnlichen Begegnung beginnt „MQ-QM. Alle radici della meccanica quantistica“ (An den Wurzeln der Quantenmechanik), ein Theaterstück der italienischen Compagnia del Sole.

Die Aufführung findet am Donnerstag, 1. Oktober, um 18 Uhr im Kulturzentrum Astra in Brixen statt. Organisiert wird sie von der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen. Die Initiative von Prof. Federico Corni und Prof.in Antonella Brighi ist Teil der Third-Mission-Aktivitäten der Labore MultiLab und Joint Lab SWAP-it. Ziel ist es, wissenschaftliche Forschung mit den Mitteln und der Sprache des Theaters einem breiten Publikum zugänglich zu machen. 

Entstanden ist das Stück anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Begründung der modernen Quantenmechanik, das 2025 gefeiert wurde. Diese Theorie hat unser wissenschaftliches Verständnis der Natur grundlegend verändert und viele Gewissheiten infrage gestellt, die auf unserer Alltagserfahrung beruhen. Die Quantenmechanik beschreibt das Verhalten der kleinsten Teilchen, aus denen Materie besteht – nach Regeln, die sich häufig stark von dem unterscheiden, was wir aus unserem täglichen Leben kennen. So abstrakt diese Welt erscheinen mag, so konkret prägt sie unseren Alltag. Zahlreiche moderne Technologien, darunter Smartphones und Computer, wären ohne die Erkenntnisse der Quantenphysik nicht denkbar.

„Die Quantenmechanik kann einschüchternd wirken, weil sie eine Wirklichkeit beschreibt, die sich stark von unserer vertrauten Erfahrungswelt unterscheidet. Mit diesem Stück möchten wir zeigen, dass man sich ihren Ideen wissenschaftlich fundiert und zugleich auf leichte und unterhaltsame Weise nähern kann“, erklärt Federico Corni, Professor für Didaktik der Physik und Leiter des MultiLab. „Das Theater macht aus scheinbar abstrakten Konzepten Fragen, die uns alle betreffen: Was bedeutet es, die Wirklichkeit zu erkennen, zu erklären und zu verstehen?“

„MQ-QM“ ist als Wissenschaftsmärchen inszeniert. Auf der Bühne begegnen sich zwei Figuren aus scheinbar gegensätzlichen Welten: ein Professor, der sich auf die Genauigkeit der Physik verlässt, und eine Agentin, die in einer vom Chaos bedrohten Wirklichkeit wieder Ordnung schaffen soll.

Mit Experimenten, Wortspielen und viel Humor nähern sie sich gemeinsam den Grundideen der Quantenmechanik. Dabei zeigt sich: Wissenschaft und Vorstellungskraft, Genauigkeit und Fantasie schließen einander nicht aus. Sie ergänzen sich vielmehr, wenn es darum geht, die Welt zu beobachten und zu verstehen.

Auf der Bühne stehen Marco Giliberti, Physiker am Fachbereich Physik der Universität Mailand, und die Schauspielerin Giulia Maino.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten – insbesondere an Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen der Ober- und Berufsschulen. Die Aufführung findet in italienischer Sprache statt. Der Eintritt ist frei. Schulklassen und Gruppen wird eine Anmeldung per E-Mail an multilab@unibz.it empfohlen.

Foto von Andreas Glöckner | Pixabay

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