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Freie Universität Bozen

Forschung an der unibz: EU-Fördermittel mehr als verdoppelt

Der Forschungsbericht 2025 der unibz ist da: Mit 129 neuen Forschungsprojekten und mehr als 20 Millionen Euro an Drittmitteln festigt die unibz ihren Wachstumskurs in der Forschung.

Von Redaktion

Forscherin bedient ein optisches Messgerät in einem Labor, daneben ein Monitor mit Messdaten.
Der Forschungsbericht 2025 der Fakultäten und Kompetenzzentren der unibz ist online. Foto: Ivo Corrà

Die Freie Universität hat ihren Forschungsbericht 2025 veröffentlicht. Er dokumentiert die Entwicklung der wissenschaftlichen Aktivitäten der Universität im vergangenen Jahr und beleuchtet die Ergebnisse der fünf Fakultäten und acht Kompetenzzentren in den Bereichen Forschungsprojekte, internationale Zusammenarbeit und Wissenstransfer.

Im Jahr 2025 erhielt die unibz demnach 20,1 Millionen Euro an Drittmitteln und betreute 129 neue Forschungsprojekte – ein Zuwachs von rund 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung der europäischen und internationalen Fördermittel, die mit 13,3 Millionen Euro einen Anstieg von 116 Prozent gegenüber 2024 verzeichneten. Programme wie Horizon Europe, EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung), Erasmus+, Interreg sowie europäische Partnerschaften haben die Position der Universität in den wichtigsten europäischen Forschungsnetzwerken weiter gestärkt und ihre Wettbewerbsfähigkeit in den renommiertesten internationalen Förderprogrammen bestätigt.

Zu den bedeutendsten Entwicklungen zählt der Beitritt der Freien Universität Bozen zur SUNRISE Alliance, einer europäischen Hochschulallianz, die neun kleine und mittelgroße Universitäten vereint. Gemeinsam engagieren sie sich für Innovation, Nachhaltigkeit und die Entwicklung peripherer Regionen. Gleichzeitig konnte die Universität ihre Rolle in den Europäischen Partnerschaften von Horizon Europe ausbauen. Das sind Kooperationsprogramme zwischen Hochschulen, Institutionen und Unternehmen, die Forschung zu strategischen Themen wie Biodiversität, agroökologischer Transformation und nachhaltigen Ernährungssystemen fördern.

Der Bericht zeigt zudem einen weiteren Anstieg der wissenschaftlichen Wirkung der Forschung. Veröffentlichungen mit unibz-Affiliation wurden 2025 in der Datenbank Scopus – der weltweit wichtigsten Datenbank zur Messung von Reichweite und Einfluss wissenschaftlicher Publikationen –46.000-mal zitiert. Gleichzeitig stieg der Anteil der wissenschaftlichen Artikel im Open Access (frei zugänglich) auf 56,7 Prozent. Dies unterstreicht das Engagement der Universität für eine offene, zugängliche und international sichtbare Forschung.

2025 erhielt die unibz außerdem mehrere bedeutende wissenschaftliche Auszeichnungen. So erreichte die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften im Times Higher Education Ranking by Subject den dritten Platz unter den italienischen Universitäten. Professor Marco Montali wurde zum EurAI Fellow 2025 ernannt, einer der höchsten europäischen Auszeichnungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Darüber hinaus wurden zahlreiche Forscherinnen und Forscher der unibz für ihre Arbeiten in den Sozialwissenschaften, der Nachhaltigkeit, der Linguistik und der Berglandwirtschaft ausgezeichnet.

Neben der Forschung dokumentiert der Bericht auch die intensive Tätigkeit der Universität im Bereich der Third Mission, also des gesellschaftlichen Wissenstransfers. Die Bandbreite reicht von der STEM School für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe über die Veranstaltungsreihe Science Live, die 2025 mehr als 500 Besucherinnen und Besucher anzog, bis hin zu Projekten in den Bereichen Arbeitssicherheit, aktives Altern, Gesundheitsforschung sowie zur ersten internationalen Kooperationsinitiative der unibz in Ruanda. Damit unterstreicht die Universität ihren Anspruch, Forschung als Motor für gesellschaftliche Entwicklung und nachhaltige Wirkung einzusetzen. 

Die Forschungsleistung einer Universität bemisst sich nicht allein an den zugesprochenen Fördermitteln, sondern an ihrer Fähigkeit, Wissen zu schaffen, das einen Mehrwert für die Gesellschaft erzeugt“, erklärt Tanja Mimmo, Prorektorin für Forschung und Innovation. „Die Ergebnisse des Jahres 2025 zeigen, dass die unibz dauerhaft in den europäischen Forschungsnetzwerken angekommen ist, ohne ihre enge Verbindung zur Region zu verlieren. Gerade dieses Gleichgewicht zwischen internationaler Ausrichtung und lokaler Wirkung ist unsere besondere Stärke.

Der Forschungsbericht 2025 ist auf der Website der unibz verfügbar und bietet Daten, Ergebnisse sowie vertiefende Einblicke in die wichtigsten Forschungsprojekte, die im vergangenen Jahr an der Universität durchgeführt wurden.

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