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Freie Universität Bozen

Design Kunst Studierende

GOG: Präsentation der Semesterprojekte an der Fakultät für Design und Künste

Kreative Prozesse, kritische Fragestellungen und visionäre Perspektiven: GOG – Gäste Ospiti Guests schafft am 23. und 24. Jänner am Campus Bozen Raum für die Arbeiten der Studierenden.

Von Redaktion

Mehrere runde Buttons mit farbigen Illustrationen und Namen schweben vor grauem Hintergrund; einige zeigen die Rückseite mit Sicherheitsnadel.
Ein Projekt aus dem Kurs "Information Design & Visual Storytelling": Foto: Fakultät für Design und Künste

GOG verwandelt die Räume am Campus Bozen Zentrum sowie das BITZ unibz fablab in einen großen Ausstellungsraum. Knapp 300 Studierende präsentieren in mehr als 20 Projekten ihre Arbeiten und zeigen in verschiedenen Ausdrucksformen – von Performance und Fotografie bis hin zu Produktdesign und visueller Kommunikation –, wie unterschiedlich, kritisch und experimentell künstlerische und gestalterische Praxis heute funktioniert.

„Die Provinz Bozen unterstützt das Wachstum der Universität und der Fakultät, was sich in den vorgestellten Projekten und zuletzt auch in einem neu eingerichteten Master- und PhD-Programm zeigt. Im Gegenzug bringt die akademische Gemeinschaft ihre Kompetenzen und Lösungen in lokale und internationale Kooperationen ein, erklärt der Prodekan für Lehre, Prof. Gianluca Camillini. „Aktuelle Projekte gibt es dabei etwa in Zusammenarbeit mit der Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann, doch auch als mögliche Antworten zu übergeordneten Fragestellungen – von der Rolle der Lärche im subalpinen Raum bis hin zu globalen und individuellen Krisen.” 

Einige der ausgestellten Projekte

Die Projekte im neuen Masterstudiengang Critical Creative Practices befassen sich mit gesellschaftlichen und ökologischen Transformationen. Space Ötzity nimmt unter anderem den WaltherPark in Bozen zum Ausgangspunkt, um städtische Großprojekte kritisch zu reflektieren und Gegen-Narrative zu entwickeln. Gezeigt werden verschiedene Installationen, darunter eine Arbeit, die teils an der Fakultät, teils im Zimmer eines Hotels im WaltherPark über eine Live-Videoverbindung in die Ausstellung eingebunden ist.

Die Studierenden des Masterstudiengangs Eco-Social Design entwickeln konkrete Vorschläge für öko-soziale Transformationen in Bozen wie etwa mit dem Projekt Bolzano Open City Laboratory. Besucherinnen und Besucher können im BITZ unibz fablab entdecken, wie Keramik aus Eierschalen entstehen kann oder wie Kaffeesatz ein zweites Leben erhält. Die neue Edition der Do-It-Yourself (DIY)-Materialkits lädt dazu ein, mit natürlichen und recycelten Materialien zu experimentieren und die Kultur des Selbermachens neu zu entdecken.

Im Studienzweig Kunst des Bachelor in Design und Künste werden unter anderem politische und gesellschaftliche Dimensionen von Liebe und Sexualität in der zeitgenössischen visuellen Kultur untersucht: That’s amore! Love, Sex and Politics reflektiert kritisch Bildwelten von Intimität, Begehren, Körperpolitik und Identität. Im Rahmen des Projekts Apotropaic findet am Freitag, den 23. Jänner um 19 Uhr die Live-Performance „Vorrei essere una ragazza magica ma sono solo una finocchia“ statt.

Im Studienzweig Design greifen Projekte aktuelle Krisen und Transformationen auf. Emergency thematisiert Notfallsituationen zwischen persönlicher Erfahrung und globalen Ausnahmezuständen, während Before AI/After AI sich damit auseinandersetzt, wie Künstliche Intelligenz Kommunikation, Arbeit und kreatives Denken verändert. Im Projekt Wood rücken Studierende Holz als traditionellen Werkstoff in den Fokus und erforschen dessen ökologische, kulturelle und gestalterische Potenziale.

Erstmals ist auch das PhD-Programm bei GOG präsent: mit Meet me at the kettle eröffnen vier PhD-Studentinnen Einblicke in künstlerisch-gestalterische Forschung und machen experimentelle Methoden und Fragestellungen im Spannungsfeld von Design, Kunst und Technologie sichtbar.

Öffnungszeiten der Ausstellung

GOG steht allen Interessierten offen und lädt dazu ein, die Arbeiten der Studierenden kennenzulernen und in persönlichen Gesprächen mehr über Ideen, Prozesse und Hintergründe zu erfahren. Die Ausstellung wird am Freitag, den 23. Jänner, um 18 Uhr am Campus Bozen Zentrum und im BITZ fablab (Rosministraße 9) eröffnet und kann an diesem Abend bis 22 Uhr besichtigt werden. Am Samstag, 24. Jänner, ist sie von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

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