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Freie Universität Bozen

Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen

Bozen wird zum Treffpunkt der internationalen Paläontologie: Paleo4Alps bringt Fachgesellschaften aus Italien und dem deutschsprachigen Raum erstmals zu einer gemeinsamen Konferenz zusammen.

Von Redaktion

Illustration einer Echse vor stilisierten Pflanzen, einer orangefarbenen Ammonitenschale und einer felsigen Landschaft.
Paleo4Alps bringt Teilnehmende aus 25 Ländern zum wissenschaftlichen Austausch zusammen. Foto: unibz

Die Dolomiten sind nicht nur eine weltweit bekannte Gebirgslandschaft, sondern auch ein einzigartiges geologisches Archiv. Deshalb haben vier paläontologische Gesellschaften aus Italien, Österreich, Deutschland und der Schweiz beschlossen, ihre Jahrestreffen erstmals zu einer gemeinsamen Tagung im Herzen dieses Weltnaturerbens zu bündeln. Von 19. bis 23. Juli bietet Paleo4Alps 320 Teilnehmenden aus insgesamt 25 Ländern an der Freien Universität Bozen eine internationale Plattform für Forschung, Innovation und länderübergreifenden wissenschaftlichen Austausch. Organisiert wird die Konferenz von der unibz und den Tiroler Landesmuseen, in Zusammenarbeit mit dem Naturmuseum Südtirol und dem MUSE.

„Die Paläontologie führt uns in die Vergangenheit zurück, aber bietet uns auch viele Erkenntnisse für aktuelle Herausforderungen wie Klimawandel und Biodiversitätsverlust. Je besser wir verstehen, wie sich Organismen in früheren Phasen an klimatische Bedingungen angepasst haben, desto besser können wir einschätzen, wie sie nun reagieren werden“, sagt Organisatorin Prof.in Camilla Wellstein von der Fakultät für Agrar-, Umwelt- und Lebensmittelwissenschaften der unibz. Gemeinsam mit ihrer Co-Organisatorin Evelyn Kustatscher von den Tiroler Landesmuseen wird sie auch ein Panel der Tagung zu diesem Thema moderieren.

Paleo4Alps steht nicht nur den Mitgliedern der beteiligten Gesellschaften, sondern Interessierten aus allen Bereichen der paläontologischen Forschung offen. Als eine der größten paläontologischen Fachtagungen Europas im Jahr 2026 zieht sie Expert:innen aus Universitäten, Museen, Forschungseinrichtungen und Sammlungen in der ganzen Welt an. Geboten werden ihnen rund 300 wissenschaftliche Vorträge und Poster, mehrere Keynotes international renommierter Forschender sowie mehr als 20 multidisziplinäre Symposien. Exkursionen nach Bolca, in die Dolomiten, die Südalpen und die Karnischen Alpen ermöglichen den Teilnehmenden, das außergewöhnliche geologische und paläontologische Erbe des Alpenraums unmittelbar vor Ort zu erleben. In Bozen können sich Teilnehmende zusätzlich auf die Spuren eines Supervulkans begeben, der vor rund 280 Millionen Jahren im Gebiet zwischen Trient und Meran aktiv war.  

Zum Auftakt der Tagung wird am Campus Bozen Zentrum die Paläoart-Ausstellung „Ancient Horizons: Reimagining the Lost Worlds of Europe“ eröffnet, die von der Fakultät für Design und Künste und dem Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit der unibz mitorganisiert wurde und bis 23. Juli frei zugänglich ist. Ein Dialog zwischen Paläontologie und Kunst, an dem sich mehr als 20 Kunstschaffende aus Südtirol und Europa beteiligen. Auch das Publikum kann sich an einer Zeichenstation im Paläoart-Zeichnen versuchen. Teil des öffentlichen Programms der Tagung ist darüber hinaus ein Vortrag im Naturmuseum Südtirol. Am Dienstag, 21. Juli dreht sich dort ab 20 Uhr alles um Dinosaurier in Italien – unter dem Titel „Dinosauri ai raggi X: le nuove frontiere della Paleontologia“.

Mehr Infos zum Programm gibt es auf der Veranstaltungsseite www.unibz.it/en/events/paleo4alps-2026.

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