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Freie Universität Bozen

International Kooperation

Acqua e Vita: unibz stellt erstes Kooperationsprojekt in Ruanda vor

Die unibz beteiligt sich an „Università Svelate 2026“ der CRUI. Am 19. März um 17 Uhr berichten die Professoren Righetti und Zanotelli mit Bildern aus Ruanda über das Projekt in Gicumbi.

Von Redaktion

Gruppe von Kindern versammelt sich im Freien um eine Wasserpumpe, aus der Wasser in einen Behälter fließt.
Das Projekt ist eine Zusammenarbeit der unibz mit der NGO "Movimento Lotta Fame nel Mondo". Foto: Maurizio Righetti

Unter dem Titel „Acqua e Vita“ präsentiert die Freie Universität Bozen der Öffentlichkeit ihr erstes internationales Kooperationsprojekt in Ruanda. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Università Svelate“, mit der italienische Universitäten im Rahmen des Nationalen Tages der Universität (20. März) ihre Arbeit der Öffentlichkeit näherbringen. Die öffentliche Vorlesung findet am Donnerstag, 19. März, um 17 Uhr statt. Vortragende sind Prof. Maurizio Righetti und Prof. Damiano Zanotelli von der Fakultät für Agrar-, Umwelt- und Lebensmittelwissenschaften.

Das Projekt „SUSTAIN-RW: Nachhaltige Landwirtschaft und Bewässerung für Ernährungssicherheit in Ruanda“ wird in Zusammenarbeit mit der italienischen NGO Movimento Lotta Fame nel Mondo als federführendem Partner umgesetzt. Ziel ist es, die Ernährungssicherheit im Distrikt Gicumbi in der Nordprovinz Ruandas nachhaltig zu stärken. Dazu sollen die landwirtschaftliche Produktivität durch nachhaltige Anbaumethoden und effiziente Bewässerungssysteme gesteigert sowie Erosion, Überschwemmungen und Erdrutsche durch gezielte Maßnahmen reduziert werden.

Die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Maurizio Righetti, Professor für Wasserbau an der Fakultät für Agrar-, Umwelt- und Lebensmittelwissenschaften der Freien Universität Bozen sowie Leiter des Labors für Strömungsmechanik der unibz, verantwortet insbesondere den technisch-ingenieurwissenschaftlichen Teil des Projekts. Ein zentrales Vorhaben ist die Sanierung des Giti-Staudamms, der vor rund zwanzig Jahren im Rahmen früherer Kooperationsaktivitäten – ebenfalls unter Koordination Righettis – geplant wurde. Ursprünglich zur lokalen Energieversorgung errichtet und später mit dem Ausbau des Stromnetzes außer Betrieb genommen, wird der Damm nun so umgestaltet, dass sein Staubecken künftig für Bewässerungszwecke genutzt werden kann, um die landwirtschaftliche Produktivität der umliegenden Flächen zu erhöhen.

Kinder füllen an einer Wasserleitung in einer ländlichen Hügellandschaft Kanister mit Wasser.
Ziel ist es, die Ernährungssicherheit im Distrikt Gicumbi nachhaltig zu stärken. Foto: Maurizio Righetti

Neben infrastrukturellen Maßnahmen steht die Stärkung lokaler Kompetenzen im Mittelpunkt. Geplant sind Schulungen für technisches Personal zu Wassergewinnung, Wasserspeicherung und nachhaltiger Landwirtschaft sowie Programme für medizinisches Fachpersonal zur Prävention und Behandlung von Mangelernährung.

Mann mit verschränkten Armen steht vor einer weißen Wand und blickt in die Kamera.
Prof. Fabrizio Righetti, Professor für Wasserbau an der Fakultät für Agrar-, Umwelt- und Lebensmittelwissenschaften. Foto: unibz

„Ziel dieses Projekts ist es, gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung Lösungen zu entwickeln, die an die Gegebenheiten vor Ort angepasst sind, und ihnen das notwendige Wissen für die eigenständige Verwaltung der Anlagen zu vermitteln“, Prof. Maurizio Righetti. „Neben technischen Fragestellungen geht es auch um die Auswahl geeigneter Kulturpflanzen und den Einsatz einfacher KI-Anwendungen, die den Betrieb der Anlagen und landwirtschaftliche Prozesse verbessern. Darüber hinaus eröffnet das Projekt neue Perspektiven für wissenschaftliche Kooperationen mit lokalen Universitäten.“ Dozentinnen und Dozenten sowie Studierende der unibz werden direkt vor Ort in Ruanda eingebunden sein.

Veranstaltungsinformationen
Öffentliche Vorlesung (in italienischer Sprache): „Acqua e Vita“
Datum und Uhrzeit: Donnerstag, 19. März 2026, 17 Uhr
Ort: Raum F 0.03, Campus Bozen Zentrum
Referenten: Prof. Maurizio Righetti und Prof. Damiano Zanotelli von der Fakultät für Agrar-, Umwelt- und Lebensmittelwissenschaften der unibz

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