Brixen wird zum Treffpunkt der Sportwissenschaft
By Editorial Team
Wie beeinflusst Bewegung Körper und Psyche? Was braucht es für ein gesundes Altern? Und wie können aktuelle Erkenntnisse aus Sportwissenschaft, Medizin und Technologie in die Praxis übertragen werden? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich der 17. Nationalkongress der SISMeS (Società Italiana delle Scienze Motorie e Sportive), der in diesem Jahr in Brixen stattfindet.
Unter dem Leitgedanken „Angewandte Forschung und Lehre in den Bewegungs- und Sportwissenschaften“ bringt der Kongress vom 1. bis 3. Oktober rund 500 Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen. Das Themenspektrum reicht von Sportpädagogik, Trainings- und Leistungsforschung sowie Biomechanik bis hin zu Sensorik und künstlicher Intelligenz. Weitere Schwerpunkte sind Prävention und Gesundheit, die Bedeutung von körperlicher Aktivität bei Krebs und Adipositas sowie gesundes Altern.
„Bewegung ist weit mehr als Sport: Sie beeinflusst Bildung, körperliche und psychische Gesundheit und unsere Lebensqualität bis ins hohe Alter“, erklärt Attilio Carraro, Professor für Bewegungs- und Sportwissenschaften an der unibz und Mitorganisator der Tagung. In Brixen werden aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt und Wege diskutiert, wie wissenschaftliche Erkenntnisse verstärkt in Schule, Prävention und Gesundheitsversorgung einfließen können.
Das dreitägige Programm umfasst Vorträge und Symposien ebenso wie wissenschaftliche Kurzpräsentationen und Poster-Sessions. Los geht es am Donnerstagvormittag mit einem Kurs des italienischen Alpenvereins CAI los, der sich der „Sicherheit am Berg“ widmet. Am Nachmittag präsentieren Nachwuchsforschende ihre Beiträge für den „Nachwuchsforschungspreis 2026“, bevor der Kongress feierlich eröffnet wird.
Zu den Hauptrednern des Kongresses zählen Prof. Erin Gerlach von der Universität Hamburg, der über empirische Bildungsforschung in der Sportpädagogik spricht, sowie Hannes Gatterer vom Institut für Alpine Notfallmedizin von Eurac Research mit einem Vortrag zu Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Gebirge. Prof. Paolo Caserotti von der University of Southern Denmark beleuchtet die physiologische Bedeutung körperlicher Aktivität im Alter und Costas Karageorghis von der Brunel University London widmet sich der Wirkung von Musik in Sport und Bewegung.
Auch die unibz bringt eigene Forschungsschwerpunkte in den Kongress ein. Am Samstagvormittag beschäftigt sich ein Symposium mit der Frage, wie körperliche Aktivität stärker in die psychische Gesundheitsversorgung integriert werden kann. Dabei geht es unter anderem um Bewegung bei bipolaren Störungen sowie um die sozialen und emotionalen Wirkungen unterschiedlicher Bewegungsangebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen.
Das vollständige Kongressprogramm finden Sie hier.
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