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Freie Universität Bozen

Prof. Kuno Prey zum Ehrenmitglied der Società Italiana di Design ernannt

Die italienische Fachgesellschaft für Design würdigt den Gründer der Fakultät für Design und Künste der unibz bei ihrer Jahreskonferenz in Bozen mit einer ihrer höchsten Auszeichnungen.

Von Rosmarie Hagleitner

Zwei lächelnde Personen stehen nebeneinander und halten jeweils eine Auszeichnung in den Händen. Eine Person hat den Arm um die Schulter der anderen gelegt. Die Aufnahme entstand in einem Konferenzsaal.
Prof. Kuno Prey und Prof.in Gillian Crampton Smith. Foto: unibz

Mit der Ehrenmitgliedschaft würdigt die Società Italiana di Design (SID) Persönlichkeiten, die die Entwicklung der Designforschung und der Designausbildung in Italien nachhaltig geprägt haben. Für Prof. Kuno Prey, Initiator und erster Dekan der 2002 gegründeten Fakultät für Design und Künste der Freien Universität Bozen, ist diese Auszeichnung zugleich eine Anerkennung seines langjährigen Engagements für ein Designverständnis, das Forschung, Lehre und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbindet. Ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannt wurde die britische Interaction-Design-Pionierin Gillian Crampton Smith.

„Zusammen mit Gillian Crampton Smith ausgezeichnet zu werden, ist für mich eine große Ehre. Außerdem finde ich es toll, dass die italienische Design-Universitätsgemeinschaft meinen jahrelangen Einsatz in der praxisbezogenen Designvermittlung an Universitäten so hoch anerkennt und würdigt“, so Kuno Prey.

Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen der Jahreskonferenz der SID, die Ende Juni erstmals an der Freien Universität Bozen stattfand. Rund 280 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 26 italienischen Universitätsstandorten kamen in Bozen zusammen. Als wichtigstes jährliches Treffen der italienischen Design-Community bot die Konferenz ein Forum für den Austausch über aktuelle Entwicklungen und Perspektiven der Designforschung.

Dass die Ehrenmitgliedschaft gerade im Rahmen einer Veranstaltung an jener Fakultät verliehen wurde, deren Profil Kuno Prey über viele Jahre entscheidend geprägt hat, verlieh der Auszeichnung eine besondere Symbolkraft.

Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Frage, welche Rolle Design in einer zunehmend komplexen, digital geprägten Welt einnimmt. Das Motto „FARE DESIGN!“ verstand sich dabei als Plädoyer für das „Machen“, das Gestalten als Form des gesellschaftlichen Handelns. In Keynotes, wissenschaftlichen Vorträgen, Posterpräsentationen und Podiumsdiskussionen wurden aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt und Themen wie Nachhaltigkeit, Materialität, digitale Technologien sowie neue Ansätze der Designforschung diskutiert.

Für die Fakultät für Design und Künste war die Ausrichtung der Konferenz weit mehr als die Organisation einer wissenschaftlichen Tagung. Sie unterstreicht die enge Vernetzung der unibz mit der italienischen Designforschung und bestätigt die Rolle der Fakultät als Ort des Dialogs zwischen Forschung und Praxis. Dieses Selbstverständnis prägt die Fakultät seit ihrer Gründung: Studierende und Forschende entwickeln Gestaltung im Sinne des Learning by Doing – als experimentellen Prozess, der Wissen nicht nur vermittelt, sondern durch Entwerfen, Erproben und Reflektieren entstehen lässt.

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