Stärkung der Zusammenarbeit mit Unternehmen ist entscheidend
Die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Universität und Unternehmen ist entscheidend für die Zukunft Südtirols. Dies wurde bei einem Austausch des Generalrates des Unternehmerverbandes Südtirol mit der Spitze der Freien Universität Bozen deutlich.
„Die Unternehmen haben von Beginn an die Universität mit Überzeugung unterstützt. Mehrsprachigkeit, eine hochwertige Ausbildung, Innovation, Forschung und internationale Öffnung sind Werte, die wir teilen. Grundlegend ist zudem die praktische Ausrichtung der Studiengänge, insbesondere der technischen Lehrgänge. In diesem Sinn ist die neue Ingenieurfakultät, auf deren weiteren Stärkung wir hoffen, ein wichtiger Meilenstein“, so der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Alexander Rieper.
Der Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und akademischer Welt sind unerlässlich, um Südtirol zu einem immer offeneren Land zu machen, das attraktiv zum Leben, Studieren und Arbeiten ist, so die anwesenden Unternehmer:innen.
Diese Verbindung ist entscheidend, um eine moderne Ausbildung und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern, unterstrich Harald Oberrauch (Durst und Alupress Gruppe), der die Wirtschaft im Universitätsrat von 2018 bis 2026 vertreten hat. „In diesen Jahren hat sich die Uni stark darum bemüht, immer mehr auf die Bedürfnisse der Unternehmen einzugehen: dieser Weg muss weitergegangen werden, um das Vertrauensverhältnis zwischen den heimischen Unternehmen und der Uni zu festigen“, so Oberrauch.
Wichtig ist zudem, dass die Unabhängigkeit der Universität weiterhin erhalten bleibt, auch dank der Zunahme an Drittmitteln, insbesondere privater Natur. „In diesem Zusammenhang ist die Zusammenarbeit mit den Unternehmen in Bereichen wie der angewandten Forschung, spezifischer Forschungsprojekte, Doktorate, Ausbildungslehrgänge zentral. Eine bedeutende Rolle spielen dabei auch die Labore im Noi Tech Park, mit denen die Synergien bestmöglich genutzt werden müssen“, erklärte Federico Giudiceandrea, Past-President des Unternehmerverbandes und erster Unternehmer an der Spitze der Uni Bozen.
Zusammenarbeit und Dialog mit den Unternehmen sind auch ausschlaggebend, um junge Talent zu halten und anzuziehen. „Nach maximal drei Monaten finden unsere Absolventen einen Arbeitsplatz: von 10 Studierenden aus Südtirol bleiben 8 nach ihrem Abschluss hier, aber auch ein Drittel der Studierenden aus anderen Ländern und Regionen bleiben zum Arbeiten hier“, unterstrich Rektor Alex Weissensteiner. In Anbetracht des demografischen Wandels, und um den Brain Gain zu unterstützen, ist es für Unternehmen und Uni eine gemeinsame Herausforderung, Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten bekannt zu machen. Zudem braucht es Unterkünfte für Studierende: die neuen Heime in Bozen sind ein positives Signal in diese Richtung.
„Eine hochwertige Ausbildung, Anziehung von Talenten, Forschung und Entwicklung, demografischer Wandel, künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit: die Herausforderungen sind zahlreich, doch wir sind überzeugt, wenn wir sie gemeinsam angehen, können wir einen konkreten Beitrag für eine positive Entwicklung Südtirols leisten“, stimmten Unternehmen und Universität überein.
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